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SCHONHALTUNG SOLLTE VEMIEDEN WERDEN

HEXENSCHUSS – BEWEGUNG HILFT

Die Beute ist leicht zu treffen, während der Winterzeit hat sie »Speck« angesetzt, sich zudem wenig bewegt. Wir ahnen, wer die Beute ist. WIR. Ein gezielter Schuss, ein einschießender Schmerz in der Lendengegend. AU! Ein »gelungener« Hexenschuss. KNOCKOUT!

Ein Hexenschuss ist in der Regel auf schwache, sowohl auf gezerrte als auch auf verspannte Rückenmuskeln zurückzuführen. In schweren Fällen auf einen Bandscheibenvorfall. Der Gau: Bandscheibenvorfall und schwache Rückenmuskulatur treffen zusammen. Da helfen keine Hausmittel mehr, ein Arztbesuch ist notwendig. 

Ansonsten hilft die übliche Herangehensweise wie Bewegung, durchdachte Dehnungsübungen, Training der Rücken- und Bauchmuskulatur. Sportarten wie Pilates, Qigong oder spezielle Kurse für Rücken, Bauch und Stretch bieten sich hier an (http://tsv-nordost.de/tsv/sportangebote).

Bei einem Hexenschuss zwingen uns die Schmerzen zu einer Schonhaltung. Das ist blöd, denn die Schonhaltung führt zu weiteren Verspannungen  und bremst den Heilungsverlauf. Um trotz der Schmerzen aus dem Teufelskreis »Schonhaltung« ausbrechen zu können, helfen Wärme, Bewegung und Schmerzmittel. Ein heißes Bad mit entspannenden Zusatzmitteln oder Rotlicht wirken fast augenblicklich. Und da Wärme die Muskeln entspannt, kann man sich langsam aus der Schonhaltung »herausarbeiten«. Auch Schmerzmittel sind ein probates Mittel. Die Apotheker(innen) wissen Bescheid. Täglich werden sie mit solchen Problemen konfrontiert. Man erhält Tipps, welche (rezeptfreien) Schmerzmittel helfen, wie lange man diese einnehmen sollte und was es sonst noch zu beachten gilt. Es ist keine gute Idee, den »tapferen Indianer« zu spielen. Denn der Körper hat ein Schmerzgedächtnis. Hier hilft ein Schmerzmittel vorbeugend: Der Körper kann dann nämlich gar nicht erst lernen, sich einen solchen Schmerz zu merken. 

Neben Sport kann man natürlich auch selbst viel für sich tun. Treppen statt Rolltreppe, Fahrrad statt Auto. Sich im Büro gelegentlich zu strecken, verbunden mit ein paar leichten gymnastischen Übungen, ist sicherlich nicht verkehrt.

Generell müssen wir verhindern, dass die »Muskeln« ihren Job als Stützfunktion des Skeletts aufgeben. Ansonsten sinkt der Körper in sich zusammen. Immer, wenn wir merken, dass der Körper zusammensackt, sollten wir aktiv den Befehl geben, sich (vorsichtig) zu strecken und die Wirbelsäule dabei ein wenig nach oben beidseitig zu verdrehen.

Wir bekommen dadurch ein wunderbares Gefühl für unseren Körper und gleichzeitig nehmen wir frühzeitig Signale war, wenn es unserem Body mal nicht so gut geht. (Michael Kronthaler, Quelle pamikro)